Dermatologie für Hund & Katze in Kerpen-Horrem

Die Haut ist das größte Organ Ihres Tieres und oft das erste, das zeigt, dass etwas nicht stimmt. Juckreiz, Haarverlust, Schuppen oder wiederkehrende Ohrentzündungen sind für Hund und Katze eine erhebliche Belastung, für Sie als Besitzer häufig eine lange Geschichte aus Behandlungsversuchen und Rückfällen. Unser dermatologisches Team nimmt sich Zeit, nicht nur die Symptome zu behandeln, sondern deren Ursache zu finden.

Dermatologie als Schwerpunkt in der Tierarztpraxis Horrem

Juckreiz, ständiges Ohrenschütteln, Haarverlust, Schuppen oder wiederkehrende Ohrentzündungen gehören zu den häufigsten Vorstellungsgründen bei Hund und Katze. Für die Tiere bedeuten sie dauerhaften Stress, für Sie als Besitzer oft eine lange Geschichte aus Salben, Antibiotika und Rückfällen.

Deshalb ist die Dermatologie in der Tierarztpraxis Horrem ein eigener Schwerpunkt. Unser Anspruch ist es, nicht nur die sichtbare Hautreaktion zu lindern, sondern deren Ursache zu finden und gezielt zu behandeln – damit Haut und Ohren langfristig zur Ruhe kommen.

Wie wir vorgehen

Was wir bei der Vorstellung sehen, ist meist nur die Reaktion der Haut: Juckreiz, Hautveränderungen oder eine Ohrentzündung. Diese Reaktion lässt sich in der Regel gut behandeln. Damit sie nicht immer wieder auftritt, muss jedoch geklärt werden, warum die Haut so reagiert, und die Grundursache behoben werden.

Diese Diagnose zu finden ist ein Puzzle, dessen Teile systematisch zusammengesetzt werden müssen, bis ein vollständiges Bild entsteht. Dazu gehören diagnostische Tests wie Blutuntersuchungen oder Biopsien. Gerade in der Dermatologie sind aber Ihre eigenen Beobachtungen als Besitzer genauso wichtig: Wann und wie hat es angefangen? Wie ging es Ihrem Tier dabei? Welche Medikamente wurden wie vertragen, und was hat wie gut angeschlagen? Diese Informationen sind oft der entscheidende Hinweis, und deshalb ist das Gespräch mit Ihnen ein fester Teil unserer Diagnostik.

Geräte und Methoden

Für die dermatologische Diagnostik nutzen wir unter anderem Abklatschpräparate, Hautgeschabsel, Trichogramme, Feinnadelaspirationen (FNA) und Biopsien sowie Woodsche Lampe und Otoskop. Viele dieser Untersuchungen führen wir direkt bei uns im Haus durch, sodass erste Ergebnisse häufig noch im Termin vorliegen.

Unser Experte für Dermatologie

Jannik Schnee ist unser führender Experte für Dermatologie und verantwortet die dermatologische Sprechstunde in der Tierarztpraxis Horrem. Mit dem GPCert Dermatologie bringt er eine spezielle Zusatzqualifikation für Haut-, Ohren- und Allergieerkrankungen bei Hund und Katze mit und begleitet diese Patienten von der Abklärung bis zur Langzeittherapie.

Unser Behandlungsspektrum

  • Diagnostik von Allergien einschließlich eines individuellen Therapie- und Managementplans
  • In-House-Untersuchung von Umfangsvermehrungen und anderen Hautveränderungen, zum Beispiel per Abklatsch, Feinnadelaspiration oder Trichogramm
  • Biopsieentnahmen bei komplexeren Hauterkrankungen, etwa bei Verdacht auf Autoimmunerkrankungen
  • Abklärung von Endokrinopathien wie Hypercortisolismus oder Schilddrüsenerkrankungen
  • Bildgebende Verfahren wie CT und Endoskopie für Patienten mit chronischer Otitis
  • Operative Versorgung von der Ohrspülung in Narkose bis zur TECA-LBO (Totale Ohrkanalablation mit lateraler Bullaosteotomie)
  • Enge Zusammenarbeit mit unseren Spezialisten der Inneren Medizin und Onkologie bei multifaktoriellen Erkrankungen

Häufige Erkrankungen, die wir betreuen

  • Autoimmunerkrankungen wie Lupus und Pemphigus
  • Immunvermittelte Erkrankungen wie Allergien oder Vaskulitiden
  • Erregerbasierte Erkrankungen wie Dermatophytosen (Hautpilze) und Parasitosen
  • Rassetypische Erkrankungen wie Alopezie X oder Farbmutantenalopezie (CDA)
  • Endokrinopathien mit Hautmanifestation wie Hypercortisolismus (Cushing) oder Hypothyreose

Häufige Fragen

„Mein Hund kann nicht gegen das Futter allergisch sein, das bekommt er doch schon immer.“ Allergien entwickeln sich in der Regel über Jahre und durch wiederholten Kontakt. Ein Tier kann nicht auf etwas allergisch sein, womit es noch nie Kontakt hatte, sehr wohl aber eine Allergie gegen ein Futter entwickeln, das es schon lange bekommt. Ein langjährig gefüttertes Futter schließt eine Futtermittelallergie also nicht aus, sondern ist im Gegenteil eine typische Konstellation.

„Pudel und Bulldoggen jucken sich eben.“ Nein. Starker Juckreiz ist bei keiner Rasse normal. Manche Rassen sind für bestimmte Hauterkrankungen anfälliger, aber das macht den Juckreiz nicht zu einer Rasseeigenschaft, die man hinnehmen muss. Er ist ein Symptom und gehört abgeklärt.

„Reicht nicht auch einfach Cortison?“ Ein großer Teil unserer dermatologischen Patienten sind Allergiker, und bei ihnen hilft Cortison tatsächlich oft gut. Es hat allerdings potenziell verschiedene Nebenwirkungen und sollte deshalb nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko eingesetzt werden. Außerdem verfälscht es die weitere Diagnostik: Seltenere Erkrankungen lassen sich unter laufender Cortisontherapie deutlich schwerer oder gar nicht mehr nachweisen. Cortison ist damit ein wertvolles Medikament, aber kein Ersatz für eine Diagnose.

Termin vereinbaren

Für eine dermatologische Vorstellung ist eine Terminvereinbarung erforderlich. Bringen Sie bitte, wenn möglich, Vorberichte, eine Liste der bisher gegebenen Medikamente und Notizen zum Verlauf mit. Auch Fotos von Hautveränderungen in Phasen, in denen es Ihrem Tier schlechter ging, helfen uns weiter.

Termin online vereinbaren